Was sind systemische Aufstellungen?
Bei systemischen Aufstellungen wird versucht, Muster, Verhaltensweisen, Symptome, Blockaden oder Verstrickungen in einem System sichtbar, transparenter zu machen. Es geht darum, etwas darzustellen, was längst im System steckt, bisher aber nicht so richtig gesehen werden konnte. Dafür benutzt man sogenannte Stellvertreter. Als System versteht man hierbei eine Gruppe an Menschen, die in irgendeiner Beziehung zueinander stehen, z.B. eine Familie, oder ein Team auf der Arbeit, oder eine Freundesgruppe.
Bevor etwas über die Stellvertreter sichtbar gemacht werden kann, formuliert eine Person ein Anliegen. Danach wählt er/sie seine Stellvertreter. Diese bewegen sich im Raum und geben über die Gefühlsebene wieder, was sie gerade bewegt oder was sie gerade empfinden. So entsteht ein Bild, welches viel Einblick in das aktuelle System und die genannte Problematik bringt. Es hilft den Betroffenen psychische Dynamiken, Interaktionen und Ordnungen in ihren sozialen Systemen sichtbar zu machen und besser zu verstehen. Dadurch verstehen Menschen, wo sie in ihren eigenen Systemen vielleicht gerade sehr ohnmächtig sind und wo Handlungsbedarf besteht, den sie vorher vielleicht gar nicht richtig sehen konnten.
Systemische Aufstellungen mit Bodenankern
Auch ohne eine Gruppe können Dynamiken innerhalb eines Systems sichtbar gemacht werden. Dafür werden statt der Stellvertreter Blätter oder Schuhe am Boden verteilt. Der Aufsteller bewegt sich über die Blätter oder Schuhe und gibt wieder, was auf der Gefühlsebene wahrgenommen wird, wenn er/sie auf dem Blatt oder den Schuhen steht. Ziel dieser Methode ist es genauso, die Dynamiken im System sichtbar zu machen und dadurch besser verstehen zu können, wo Blockaden oder Verstrickungen sind und wo Handlungsbedarf besteht.
